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Aperture Workflow Teil3

Posted 01 May 2009 — by Andre
Category Apple, Photography

Im zweiten Teil hab ich ja schon erwähnt dass uns noch die Ablage und die Verschlagwortung fehlt. Hier also der 3te und letzte Beitrag zum Thema Workflow

1. Ablage Wenn man eine Bilddatenbank aufbaut sollte man sich vorher ein System überlegen und bei diesem bleiben. Man kann die Ablage auch völlig dem Programm überlassen. Ich wähle die goldene Mitte. Meine Bilder speichere ich je nach Thema oder Event in verschiedenen Projekten. Die Projekte kommen in einen Monatsordner, und der Monatsordner in einen Jahresordner. Klingt logisch oder? Zusätzlich kann jedes Projekt noch Unterordner enthalten z.B. ein Projekt Urlaub in dem sich diverse Ordner mit den Ausflugszielen befinden. Ein Projekt kann auch in mehreren Monaten vorhanden sein. Zum Beispiel das Projekt Makro kommt bei mir in mehreren Monaten vor.

Ich kann also über die Jahreszahl und das Monat ein Bild finden. Oder über die diversen Projekte. Zusätzlich hilft mir die Verschlagwortung und Bewertung wenn ich ein Bild suche. Die Jahreszahlordner haben zusätzlich den Vorteil dass ich ein ganzes Jahr zum Beispiel einfach auf eine externe Platte auslagern kann. Ich habe immer das aktuelle Jahr auf meinem MBP und die vorigen Jahre auf einer externen Platte weil ich diese ja nicht mehr so oft brauche.

2. Verschlagwortung – Tags Um die Suche nach einem Bild zu erleichtern, ist es nützlich die Bilder mit Schlagwörtern/Tags zu versehen. Wenn ich ein Foto von meiner Oma auf ihrer Geburtstagsfeier gemacht habe, dann bekommt das Bild die Schlagwörter Oma, Geburtstag. Bei Einzelpersonen verwende ich das Tag Einzelperson und bei Gruppenfotos einfach das Tag Gruppenfoto zusätzlich zu den Namen zu den Personen die auf dem Bild sind. So finde ich schnell mal das Gruppenfoto der ganzen Familie die auf der Feier waren ohne alle Fotos meiner Oma durchgehen zu müssen.

Aperture bietet noch dazu die Möglichkeit die Schlagwörter hierarchisch aufzubauen. Ein Beispiel wie ich es verwende: Orte / Österreich / Wien / Rathausplatz oder Technik / Computer / Apple oder Natur / Blumen / Löwenzahn. Die Verschlagwortung kann man natürlich bis ins Unendliche betreiben. Da muss jeder für sich entscheiden ob und wie viele Schlagwörter er braucht um seine Bilder zu finden. Besser ein paar Schlagwörter weniger, dafür aussagekräftige Wörter die man zu Suche auch verwenden würde. Damit endet hier mein Workflow und ich fange mit der Bildbearbeitung an.

Fassen wir noch einmal den Workflow kurz zusammen:

  • 1. Import
  • 2. Backup
  • 3. Sichten, sortieren und bewerten
  • 4. Ablage
  • 5. Verschlagwortung
  • 6. Bildbearbeitung


Aperture Workflow Teil2

Posted 30 Apr 2009 — by Andre
Category Apple, Photography

In Teil1 habe ich gezeigt wie ich meine Bilder importiere und umbenenne. Dieses Mal zeige ich wie ich die Bilder aussortiere und ablege.

1. Sichten, sortieren und bewerten

Viele kennen bestimmt die Sternchen in iTunes. So funktioniert dies auch in Aperture (auch Lightroom oder anderen Bildverwaltungsprogrammen). Wichtig beim durchsehen der Bilder, ist das aussortieren der schlechten Bilder bzw. das bewerten der Bilder, die gut genug sind um sie aufzuheben.

Ein Beispiel:

Es bringt nichts wenn man zehn gleiche Bilder von einer Kirche hat, die alle gleich sind, da man ja doch nur eines dieser zehn Bilder herzeigen wird.

Sinnvoll ist es also, sich das Beste der zehn Bilder rauszusuchen und dieses zu behalten. Vielleicht noch ein zweites aus der Serie, die restlichen werden radikal gelöscht. Wie gesagt, ich spreche dabei von Serien bzw. Bildern die sich ähnlich sind und den gleichen Bildinhalt haben. Anders sieht es vielleicht bei Bildern aus, die einen persönlichen Wert haben (Familienfeiern, Babyfotos usw.). Das muss jeder für sich entscheiden.

Ich mache das wie oben schon beschrieben, ich hebe maximal 2 Fotos aus einer Serie auf, der Rest kommt in den Müll weil diese gleich sind oder aus anderen Gründen weg müssen (falsche Belichtung, unscharf, usw.). Verwackelte, unscharfe, unter- oder über-belichtete Fotos kommen auf jeden Fall in den Müll sofern sie nicht persönlichen Wert haben. Lieber ein verwackeltes Bild vom Papst als gar keines.

Die Entscheidung ob ein Bild gut ist oder nicht, bzw. welches der 10 das Beste ist, fällt gar nicht so leicht. Ich mache das, indem ich einmal alle Bilder in der Schnellansicht durchsehe und dabei gleich die die unscharfen usw. aussortiere, in dem ich sie in Aperture mit der Taste 9 als abgelehnt markiere. In einem zweiten Durchgang vergleiche ich dann ähnliche Bilder untereinander in der Vergleichsansicht und markiere die schlechten Bilder ebenfalls als abgelehnt. Die restlichen Bilder werden nun mit Sternen bewertet. Für die Sterne habe ich mir folgendes System angewöhnt.

1 Stern (unbearbeitete) Bilder von Feiern, Familienfotos usw. diese können auch verwackelt oder unscharf sein, haben aber persönlichen Wert für mich oder die Personen auf den Bildern und bleiben deshalb in der Sammlung.

2 Sterne (unbearbeitete) Bilder mit persönlichem Wert für mich. z.B. Urlaubsfotos die man als Erinnerung behält oder Bilder die okay sind aber nicht als Kalender, in einem Buch oder als Poster an der Wand landen würden.

3 Sterne unbearbeitete Bilder die ich später noch bearbeiten werde, und dann in eine der anderen Kategorien wandern.

4 Sterne (unbearbeitete) gute Bilder die ich herzeigen, ausdrucken, auf Flickr stellen würde und mir persönlich gut gefallen.

5 Sterne bearbeitete sehr gute Bilder die ich mir auch als Poster an die Wand hängen oder verkaufen würde.

Nach dem Sichten der Bilder ist der große und wichtige Teil des Workflows abgeschlossen. Im dritten und letzten Teil des Workflows zeige ich Euch, nach welchem System ich die Bilder einsortiere und verschlagworte. Die Bildbearbeitung lasse ich mal komplett weg. Vielleicht gibt es darüber noch mal einen eigenen Beitrag.


Aperture Workflow Teil1

Posted 29 Apr 2009 — by Andre
Category Apple, Photography

Wie schon im vorigen Post angekündigt, zeige ich hier meinen Workflow mit Aperture.

1. Der Import Als erstes werden die Bilder von der Speicherkarte importiert. Logisch! Beim Import werden die Bilder gleich mal umbenannt und die Copyright Informationen in die Metadaten geschrieben.

Beispiel: pir_JJJJMMDDm_ORIGINALDATEINAME.NEF

Die ersten 3 Buchstaben sind ein Kürzel das sich aus meinem Familiennamen ergibt. Das hat den Sinn, dass wenn ich jemandem ein Bild gebe, sofort erkannt werden kann, dass dieses Bild von mir stammt. Es folgt Jahr, Monat, Tag an dem das Bild aufgenommen wurde. Das m steht für Master, damit sehe ich auch einen Blick dass es sich dabei um ein Masterfile also ein unbearbeitetes Original handelt. Das sehe ich zwar jetzt auch noch an der Dateiendung, aber wenn ich das Bild in das JPEG Format konvertiere könnte ich nicht mehr unterscheiden ob das Bild schon bearbeitet wurde oder nicht. Der originale Dateiname bleibt auch noch erhalten. Das ganze sieht dann zum Beispiel so aus:

Beispiel: pir_20090403m_DSC_6237.NEF

Ein bearbeitetes Bild bekommt eine andere Dateiendung und zusätzlich noch ein ein _edit angehängt.

Beispiel: pir_20090403m_DSC_6237_edit.tiff

2. Backup

Der nächste Schritt ist einer der wichtigsten. Datensicherung! Nicht ist schrecklicher als die Speicherkarte zu löschen, und danach festzustellen dass man entweder die Bilder noch nicht importiert hat, der Import fehlgeschlagen ist, oder der Rechner plötzlich nicht mehr will. Alle Bilder weg! Blöd wenn das grad die Bilder von der Hochzeitsreise oder von einem anderen einmaligen Ereignis sind. Deshalb, nach dem Import oder dem kopieren auf den Rechner, und VOR dem löschen der Speicherkarte eine Datensicherung machen.

Für die Datensicherung verwende ich eine externe Platte, die ich nur für diesen Zweck anschließe, um dann mit Time Machine die Daten wegzusichern. Nach dem Backup wird die Platte vom Rechner getrennt und in den Schrank gelegt. Klingt vielleicht etwas paranoid, aber wenn ihr einmal wichtige Bilder verloren habt, werdet ihr anders darüber denken.

Hier endet der erste Teil meines Workflows. Beim nächsten Mal erzähle ich, wie ich die Bilder sortiere und die guten Bilder von den richtig guten trenne, um die Datenmenge so gering wie möglich zu halten.


Bilderflut

Posted 29 Apr 2009 — by Andre
Category Photography

Irgendwann gelangt man an den Punkt, an dem man sich Gedanken machen muss, wie man die vielen vielen Bilder, die sich mit der Zeit so ansammeln, organisiert.

Früher war das einfacher, da hat man im Urlaub vielleicht ein paar Filmrollen verknipst. Die hat man daheim entwickeln lassen, oder noch selbst entwickelt. Danach kurz angesehen, den Verwandten gezeigt und dann irgendwo in einem Schuhkarton oder Bilderalbum aufbewahrt. Heute sieht die Sache schon anders aus, da sind an einem Tag oder auch nur bei einem kurzen Photowalk, gleich mal hunderte von Bildern da. Und wenn man die nicht sofort richtig ablegt und sortiert, kommen vielleicht am nächsten Tag gleich noch einmal so viele dazu. Das summiert sich dann von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und so weiter.

Irgendwann steht man dann da, mit einer beachtlichen Bildersammlung, man ist aber nicht mehr in der Lage, das Bild xy schnell zu finden. Und irgendwann wird nur noch Plattenplatz verschwendet weil von Motiv xy 20 verschiedene Fotos vorhanden sind, von denen vielleicht 1-2 Versionen brauchbar sind. Da hilft nur eines, das richtige System von Anfang an. Dieses Konzept sollte dann aber auch durchgezogen werden. Es hilft nichts ein System zu haben, wenn man es nicht konsequent verwendet.

Aus diesem Grunde zeige ich beim nächsten Post meinen “Workflow”, und wie ich versuche diese Bilderflut zu zähmen.